Zum programmieren von AVR-Controller ist nicht gleich ein ausgewachsenes Programmiergerät wie z.B. der USB-Programmer erforderlich. Ein einfaches selbstgelötetes Kabel für den Druckerport genügt auch.
Der Schaltplan des Kabels ist in Bild1 zu sehen. Die Signale werden auf eine 5-polige Buchsenleiste geführt. Die Widerstände R1-R3 begrenzen den Strom im Kurschlussfall auf ungefährliche Werte - wer ganz sicher gehen möchte, sollte eine LPT-Zusatzkarte verwenden.

Bild 1: Schaltplan des Programmierkabels
Die Pinbelegung des ISP-Steckers (JP10) wurde so gewählt, dass die Leiterbahnen bei den meisten Controllern (2313 und ATMega) kreuzungsfrei verlegt werden können.
Gegenüber dem üblichen 10-poligen Steckerverbinder ist das ganze auch noch deutlich platzsparender.
Folgende Software ist zum programmieren geeignet:
Avrdude ist ein Kommandozeilen-Tool, welches als Open-Source
verfügbar ist.
Der Aufruf zum flashen sieht beispielsweise so aus:
avrdude.exe -p M8 -c bascom -e -U flash:w:image.hex
Wer unter Windows eine graphischer Oberfläche bevorzugt, kann auch die Basic-Entwicklungsumgebung BASCOM von MCS Electronics zum programmieren benutzen. Dazu muss lediglich "Sample Electronics Programmer" in den Einstellungen ausgewählt werden. Der in Bild2 gezeigte integrierte Programmer unterstützt Hex- und Binary-Dateien ebenso wie das Lesen und Schreiben von EEprom und der Fusebits.

Bild 2: Bascom Screenshot
|
|
Permalink: http://thomaspfeifer.net/einfaches_atmel_programmierkabel.htm © 2008 Thomas Pfeifer |